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Editorials

Bleib hungrig, bleib verrückt! (Graziano Crepaldi)

Vor ein paar Wochen berichteten die Medien über den Tod von Steve Jobs, dem Gründer von Apple. Dieser Mann war einer der einflussreichsten Menschen unserer Generation und gab sich voll und ganz für seine Business Vision hin. „Bleib hungrig, bleib verrückt“ war der Inhalt einer Rede, die er an der Abschlussfeier der Stanford Universität im 2005 gehalten hatte (YouTube) wo Steve darin seine wichtigsten Erlebnisse erzählt. Die Worte dieses Pioniers haben uns beeindruckt, deshalb greifen wir hier drei Geschichten aus seiner Rede auf...

Erste Geschichte: „die Punkte verbinden“
Steve's Leben war voller Erlebnisse, die nicht gut liefen. Es gab viel Schmerz, Ablehnung und falsche Entscheidungen, die im Moment wie das totale Chaos aussahen, aber rückblickend erkannte er, wie die verschiedenen Punkte zusammen verbunden, ein grosses positives Bild ergaben.

Als Nachfolger Jesu glauben wir, dass Gott einen Plan für unser Leben hat und unsere Schritte von Gott geführt werden (Psalm 37: 23). Es ist ein Trost für uns, dass wir nicht alles im Griff haben müssen. Gott rief uns, ihm nachzufolgen und wenn wir zurückschauen, sehen wir, wie er uns vor Gefahren beschützt und uns durch grosse Abenteuer geführt hat, die viele Menschen berührte und veränderte.

Zweite Geschichte: „über Liebe und Verlust“
Steve erzählt von seinen grossen Träumen, und wie einige zu einem unerfüllten Ende kamen. Besonders auch, als er vom Geschäft gefeuert wurde, das er selber gegründet hatte. Doch dann erzählt er von den neuen Möglichkeiten, die sich durch die zugeschlagenen Türen vor ihm eröffneten.

In diesen letzten 20 Jahren unseres Dienstes im Königreich Gottes haben wir erlebt, wie Visionen, die wir mit Schmerzen und Freuden geboren hatten, plötzlich von uns genommen wurden und gute Freunde sich von uns abgewendet hatten. Es ist schwierig, diese Geschehnisse zu verstehen und das eigene Herz von Bitterkeit und Schmerz zu schützen. Jesus kannte diesen Schmerz auch, als seine eigenen Jünger und Freunde ihn verliessen und verrieten. Hebräer 12: 2 sagt uns, dass Jesus diesen Schmerz ertrug, wegen der grossen Freude, die auf ihn wartete. Die Töchter und Söhne Gottes haben die unglaubliche Möglichkeit, das Klagen in Freude zu verwandeln. Sie sind bereit den Weg Jesu für ihr Leben anzunehmen und geben ihm die Gelegenheit, alle Sünden aber auch Träume und Visionen zu nehmen, die ihr Leben bestimmt. Unser Leben als Jünger Jesu ist ein Weg der stetigen
Veränderung und wir gehen „von Herrlichkeit zu Herrlichkeit“ im Wissen, dass das Beste noch vor uns liegt. Darum wollen wir vorwärts schauen und im Glauben die neuen, frischen Visionen von Gott empfangen.

Dritte Geschichte: „über den Tod“
Steve Jobs erzählt das schockierende Erlebnis, als er mit dem Tod konfrontiert wurde. Er musste diese Herausforderung annehmen und positiv auf die neue Situation reagieren.

Unsere falschen Reaktionen auf Herausforderungen ist wahrscheinlich der grösste Killer unserer Träume! Oft haben wir Menschen gesehen, die ein einziges Ziel haben: sich selber und ihre Vision zu schützen. Die Konsequenzen dieses selbstzentrierten Lebensstils sind zerstörerisch für alle Beteiligten. Die Kinder Gottes sind aber unschlagbare Helden im Verborgenen, wenn sie die kleinen und grossen Tode des täglichen Lebens sterben, die Botschaft des Königs der Könige bringen und Tränen in Freude verwandeln. Der Apostel Paulus verstand, dass der Tod keine Macht mehr über ihn hat. Im Röm. 8: 38-39 sagt er, dass uns nichts von der Liebe Gottes trennen kann. Diese Wahrheit verwandelt die schlimmsten Umstände unseres Lebens in einen herrlichen Weg der erstaunlichsten Erfahrungen mit Gott! Die Hauptbotschaft aus dem Leben von Steve Jobs war: Bleib hungrig, bleib verrückt. Unsere Berufung ist mehr als ein langweiliges Leben zu leben und jeden Tag brav auf das zweite Kommen Jesu zu warten. Unser Gott ist ein abenteuerlicher Vater, der sich freut, wenn seine Kinder neue Wege erkunden und Wüsten in blühende Gärten verwandeln (Jes. 51: 3). Mit Gott auf dem Weg zu sein bedeutet, hungrig und verrückt zu bleiben.

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